Kurzbeschreibung
Die Anlage besteht aus zwei Gleisen mit fünf mittig angeordneten Entladearmen und einer Pump- und Messstation. Die Entladearme dienen der gleichzeitigen Entladung von fünf Kesselwagen alternativ auf einem der Gleise. Diese Sackgleise werden über Weichen von der vorhandenen Gleisanlage getrennt.
Die Entladung übernehmen fünf durchschwenkbare Boden-Entladearme, die über eine gemeinsame Leitung mit einer Spaltrohrmotorpumpe verbunden sind.
Unter dem Arbeitsbereich der Entladearme befinden sich Stahlwannen mit Gitterrostabdeckung, die nach dem Wasserhaushaltsgesetz ausgeführt sind, um mögliche Produktverluste aufzufangen. Die Bereiche zwischen den Füllpositionen sind gepflastert. Damit die Entladearme leer gesaugt werden, wurde die Sammelleitung tiefer in einen Rohrkanal aus Beton gelegt. Die Pump- und Messstation ist auf einer Betonfläche aufgestellt. Die Entwässerung der Auffangwannen und des Rohrkanales erfolgt automatisch zum Gesamtentwässerungssystem. Die Anwesenheit von Kohlenwasserstoffen wird von der Steuerung überwacht, ihre Detektion wird gemeldet und führt zur Abschaltung der Anlage. Um der Stockung des Produktes im Winter vorzubeugen, wurden die Produktleitungen von den Entladearmen bis zum Übergabepunkt elektrisch beheizt.
Während des Entladevorganges werden die Kesselwagen mit Druckluft beaufschlagt, um zu vermeiden, dass Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft vom Produkt aufgenommen wird. Die eichfähige Messung des Produktes erfolgt über einen Massesensor, mit vorgeschaltetem Gasabscheider. 
Ablauf der Entladung
Vom Bedien- und Füllbühnenterminal aus schaltet der Operator die Anlage auf "betriebsbereit". Die Entladearme werden mit Trockenkupplungen an die Kesselwagen angeschlossen. Die Produktarme laufen voll. Hier können durch die Probeentnahme-Stutzen (1" mit selbstschließendem Kugelhahn) Proben gezogen werden. Danach schließt die Trockenkupplung der Druckluftseite
(DN 50) am Gaspendel-Anschluss des Kesselwagens.
Die Start-Taste, mit der die Entladung begonnen wird, befindet sich an den Steuerstellen vor Ort, direkt neben jedem einzelnen Entladearm. Das Start-Signal des ersten Entladearms startet die Pumpe, öffnet den pneumatisch betätigten Kugelhahn am Entladearm und regelt das pneumatisch betätigte Regelventil. Die weiteren Start-Signale an den übrigen Entladestellen führen zur Öffnung der dazugehörigen pneumatisch betätigten Kugelhähne. Das pneumatisch betätigte Regelventil wird anhand eines 4-20mA Signals nachgeregelt. Die hydraulische Auslegung des Systems lässt die Entleerung eines einzelnen Kesselwagens zu. Durch Überwachung der Flüssigkeitsspiegel in den Entladearmen werden die Entladestellen automatisch abgeschaltet. Jeder einzelne Entleerungsvorgang kann jederzeit manuell gestartet, unterbrochen oder beendet werden.
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